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AGRONOMIE

 

Situation im Agrarbereich der Ukraine und in Moldawien

Die Ackerböden in der Ukraine und Moldawien, sowie auch in vielen anderen östlichen Ländern weisen massive Degradationen durch Bodenverdichtungen und mit einem dezimierten Bodenleben auf. Lesen Sie mehr darüber in einem speziellen Beitrag.

VERDICHTUNGEN

Untersuchungen der FAO aus dem Jahr 2016 ergeben, daß 76 % der Ackerflächen der Ukraine "aufgrund menschlicher Aktivitäten" (Bodenbearbeitung, Fruchtfolge) stark geschädigt sind.

Die größten Probleme  sind, daß viele Ackerflächen (mehr als 46 %) Degradationen  durch Verdichtungen haben, welche zu Ertragsverlusten zwischen 15 und 40 % führen - bei 15 % ist das ein jährlicher Ertragsverlust von rund 450.000 UAH je 100 ha.

Diese Verdichtungshorizonte beginnen meist in einer Tiefe von 25 bis 27 cm und haben eine Stärke von 10 bis 14 cm.

Verdichtungshorizonte führen dazu, daß Niederschlagswasser (Regen, Schnee) nicht in tiefere Bodenschichten versickern und dadurch nicht gespeichert werden kann.

In trockenen Perioden kann Feuchtigkeit aus tieferen Bodenschichten nicht aufsteigen, da die Kapillarität durch die Verdichtungen unterbrochen ist.

19,4 Mio. ha Ackerland (32 % der Ackerfläche der Ukraine) sind von Wassererosionen und 13,3 Mio. ha (22,0 %) von Winderosionen geschädigt.

Diese bestehenden Verdichtungen sind schon mehrere Jahrzehnte alt und werden als "Pflugsohleverdichtungen" bezeichnet.

Sie sind dadurch entstanden, dass seit mehr als 50 Jahren beim Pflügen die Traktorräder immer am selben Horizont (meist zwischen 25 und 30 cm) gefahren sind und den Boden verdichtet haben.

Die Verdichtungshorizonte sind so dicht, dass sie von den Pflanzenwurzeln nicht "durchwachsen" werden können.

Dadurch ist auch der Wurzelraum stark eingeschränkt und die Pflanzen können nicht ausreichend Nährstoffe und Feuchtigkeit aufnehmen.

 

 

BODENSTRUKTUR UND BODENLEBEN

Ein anderes Problem ist die fehlende Bodenstruktur.

Bodenverdichtungen, falsche Bodenbearbeitung und vielfach auch unverständliche Düngungsmaßnahmen haben bewirkt, dass sich der Humusgehalt in den letzten 50 Jahren auf die Hälfte reduziert hat.

Viele Betriebe achten viel zu wenig auf den Aufbau einer gesunden Bodenstruktur und eines aktiven Bodenlebens.

Einerseits haben die Ackerflächen weiterhin Verdichtungen, welche noch immer nicht beachtet werden.

Andererseits beachten viele Betriebe nicht die Grundsätze der Bodenbearbeitung.

Oftmals werden Ernterückstände vergraben, statt in die oberen Schichten eingemischt.

Die Bodenlebewesen, welche für die Verrottung der Ernterückstände zuständig sind, befinden sich in den oberen 10 bis 15 cm des Ackerbodens.

Daher ist es die Aufgabe der Bodenbearbeitung, die Ernterückstände genau in diesen Horizont einzumischen, wo das Bodenleben die idealsten Bedingungen für die Verrottung vorfindet.

Ein aktives und gesundes Bodenleben wandelt die in den Ernterückständen gespeicherten Nährstoffe in jene Formen um, welche von den Pflanzenwurzeln aufgenommen werden können.

Die Bodenlebewesen bewirken, daß der Boden gelockert wird und die Speicherkapazität für Feuchtigkeit und Nährstoffe verbessert wird.

Dadurch können bei guten Bodenstrukturen und einem gesunden Bodenleben bedeutende Düngerkosten eingespart werden.